Das 2. Leben des Hochbetts


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Nachdem wir nun also unser frisch erworbenes Haus über 2 Jahre in einen bewohnbaren Zustand gebracht hatten, kehrte gähnende Langeweile in unser Leben ein. Glücklicherweise sollte am folgenden Tag der Sperrmüll abgeholt werden und wir holten das alte Hochbett der Kinder vom Speicher. Bei dessen Anblick erinnerte mich Julian an ein einst voreilig gegebenes Versprechen: Ich gelobte einst, ihm aus alten Brettern ein Baumhaus zu bauen, wenn wir denn einmal einen eigenen Baum besäßen.
Da sich in der Garage noch allerhand anderes Holz stapelte, wurde kurzerhand alles in den Garten geschafft. Noch bevor ich eine Ahnung hatte, wie man den Bau eines Baumhauses beginnen könnte, wurde schnell ein Trägerbaum ausgeguckt (also eigentlich waren's drei) und Kreis- und Stichsäge wurden an den Start gebracht. Auf dem Bild ist bereits ein Dachgerippe erkennbar - das Baumhaus wurde nicht konsequent von unten nach oben konstruiert, sondern einfach kreuz und quer:
In der einen Hand die Säge, in der anderen den Akkuschrauber wurde das verfügbare Holz auf die benötigte Länge gebracht und an die Bäume geschraubt. Das ehemalige Hochbett verwandelte sich zuerst in einen wilden Haufen Holz und später in ein undefinierbares Gewirr von Latten und Brettern zwischen den Bäumen. Wenn die Kinder nicht gerade mit Pferderingkämpfen beschäftigt waren, prüften sie die Statik des Rohbaus:
Nachdem der Unterbau zwischen die Bäume gezimmert war, gestaltete sich die Konstruktion des Baumhauses selbst eher simpel. Ein Boden und vier Wände eben - das Grundgerüst des Hauses bildet eine Rahmenkonstruktion aus den Beinen des Hochbetts. Den ultimativen Belastungstest machte ich dann mit meinem nicht unerheblichen Eigengewicht:
Das Dach hatten wir ja schon zuallererst aus den beiden Lattenrosten des Betts gebaut. Nun wurden also die Wände verkleidet, das Dach aufgesetzt und die Leiter des Hochbetts als zusätzlicher Aufstieg montiert. Fertig war die Grundkonstruktion des Häuschens:
Um den Kindern den Aufenthalt in ihrem neuen Heim ein wenig komfortabler zu gestalten, habe ich noch einen Sitzbank und einen Tisch eingebaut (vor allem aber auch, weil noch Holz übrig war):
Zu guter Letzt wurde das Baumhaus noch mit zwei Litern Holzschutzlasur bestrichen, damit es wenigstens den nächsten Winter überlebt. Und voilá - fertig war die neue Kinderbehausung.

Materialen:

  • 3 nebeneinander stehende Bäume (vorhanden)
  • 1 Kinderhochbett (vorhanden)
  • 1 Bund gehobelte Dachlatten (ca. 5,- EUR)
  • 1 Bund Verschalbretter (ca. 5,- EUR)
  • 1 Dose Holzschrauben 3,8x45 (200 Stck. 7,- EUR)
  • 2 Schlossschrauben M10x70 (vorhanden)
  • 8 Sechskant-Holzschrauben 12x80 (vorhanden)
  • 2 Dosen Holzlasur (á 6,- EUR)
  • ca. 5 Dosen Bier

Werkzeuge:

  • Kreissäge
  • Stichsäge
  • Akkuschrauber
  • Trittleiter
  • 2 Kinder und 1 Ehefrau

Meine Frau und ich haben übrigens jetzt im Haus enorm viel Platz, nachdem die Kinder umgezogen sind - außerdem ist's deutlich ruhiger.

Stand: 05.02.2016 zum Seitenanfang zur übergeordneten Seite zur p.i.c.s.-Startseite eMail an Simon Reinhardt senden Copyright © 2016 Simon Reinhardt